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Winterlandschaft Sonnenuntergang

Skigebieten der Wintersport-Arena Sauerland räumen auf

Es gibt bald gar keinen Schnee mehr… Insbesondere wenn nicht pünktlich zu Weihnachten welcher liegt, sind solcher Art Aussagen schnell bei der Hand. In diesem Zusammenhang werden dann angebliche Fakten bemüht: unreflektiert übernommene Aussagen, ideologisch gefärbte „Studien“ und vermeintliche Kindheitserinnerungen vermischen und verselbständigen sich insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussion um den Klimawandel und seine Folgen. Doch die steigende Häufigkeit dieser gern zitierten Halbwahrheiten macht die Sache nicht korrekter.

Wintersportler sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert, angeblich sei der Sport so klimaschädlich. Menschen formulieren dies und haben selbst eine Sauna im Keller, besuchen subtropische Badelandschaften, spielen Fußball im Winter auf geheiztem Rasen, gehen Schlittschuhlaufen auf künstlichen Plätzen. Und wenn es um den Urlaub geht, wird gern darüber hinweg geschaut, welche enormen Mengen an Energie ein Flug in die Südsee oder die Fahrt auf einem Kreuzfahrtschiff verbraucht. Stattdessen werden die Schneekanonen verteufelt, die angeblich so viel Energie fressen. Und die Forderung aufgestellt: Geh halt skifahren, wo Schnee liegt.

Fakt ist:
Die Sommer sind tatsächlich wärmer geworden. Die Winter jedoch sind seit über 100 Jahren fast gleich kalt geblieben. Betrachtet man die Schneemengen, so zeigt die Statistik für die Region Wintersport-Arena Sauerland, dass starken Schwankungen unterworfen ist. Der zehnjährige Mittelwert unterliegt mehr oder weniger regelmäßigen Wellenbewegungen. Klimaentwicklung jedoch wird in Dreißigjahreszeiträumen gemessen. Und diesen Mittelwert zugrunde gelegt, zeigen sich auf über 100 Jahre hinweg so gut wie keine Veränderungen in der Schneemenge.

Schneeproduktion ist keine Reaktion auf den Klimawandel, sondern auf gestiegene Qualitätsanforderungen im Wintersport, der Wunsch nach Buchungssicherheit, aber auch wirtschaftliche Notwendigkeiten. Keine Tourismusregion kann hochwertige Übernachtungsangebote bereithalten für ein paar Naturschneetage.

Dabei sind die angeblichen Energiefresser gar nicht so klimaschädlich wie weithin angenommen. Für eine Skipiste in der Wintersport-Arena Sauerland (ca. vier Hektar = 1 km Länge, 40 m Breite) verbrauchen die Schnee-Erzeuger im Durchschnitt 37.000 kWh pro Saison. Im Vergleich dazu liegt der Jahresverbrauch einer öffentlichen Sauna bei ca. 350.000 kWh, eines Eisstadions bei etwa 2.600.000 kWh und eines Hallenbads bei rund 2.100.000 kWh.

Weniger Schnee, weniger Skitage, angeblich reihenweise schließen die Skigebiete. Seit den 90er Jahren ist die Zahl der Skigebiete in der Region weitgehend konstant geblieben. Und Investitionen in diese Angebote sind bei Weitem keine Fehlinvestitionen, wie es oft heißt. Seit 2002 sind rund 110 Millionen Euro in die Skigebiete geflossen – fast ausschließlich aus Mitteln privater Unternehmer. Und die haben damit einen regelrechten Wirtschaftsaufschwung in Gang gesetzt. Nicht nur Investoren haben sie damit in die Region gelockt. Hotels, Handwerker, Restaurants, Einzelhandel und viele weitere Branchen haben indirekt von den Investitionen profitiert.

Liftbetreiber setzen ihre Investitionen nicht in den Sand. Der Betrieb eines beschneiten Skigebiets funktioniert auf der Basis kalkulierbarer Werte. Auf 80 bis 100 Skitage kommen die Gebiete pro Saison. Die Produktionskosten von einem Kubikmeter Schnee inklusive Personal-, Energie- und Anschaffungs- und Wartungskosten für die Beschneiungsanlagen liegen bei rund 2 Euro. Um eine einen Kilometer lange, 30 Meter breite Piste mit einer 30 Zentimeter dicken (komprimierten) Schneeschicht zu bedecken benötigen die Liftbetreiber etwa 10.000 Kubikmeter Schnee. Darauf können mehr als 5000 Wintergäste ihren Spaß haben.

Das dazu benötigte Wasser stammt meist aus Quellen und wir in Speicherteichen gesammelt. Bei der Beschneiung wird es nicht verbraucht, sondern nur in Schnee umgewandelt. Im Frühjahr fließt es fast vollständig wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurück. Nur ein geringer Teil verdunstet.

Dabei ist auch der sogenannte Flächenverbrauch zu vernachlässigen. Die Zahl der Pisten hat sich in den zurückliegenden 30 Jahren kaum verändert. Die Gesamtfläche des Wintersportangebots beträgt mit 240 Hektar nur 0,2 Prozent des Hochsauerlandkreises. Die Nutzungsdauer in Naturschneegebieten liegt bei maximal 50 Tagen pro Saison und bei beschneiten Skigebieten zwischen 80 und 100 Tagen. Mehr als zwei Drittel des Jahres bleiben die Wiesen unberührt.

Auf 60 Prozent der Pistenflächen sind seltene, unter Schutz stehende Pflanzen angesiedelt. Das Vorkommen dieser wertvollen Vegetation ist überwiegend auf die extensive Bewirtschaftung und die schützenden, dicken Schneedecken im Winter zurückzuführen. Im Gegensatz zu den Fichtenmonokulturen, die sie umgeben, bilden die Pisten einen wertvollen Rückzugsort für Flora und Fauna.

Rund zwei Prozent des CO2-Fußabdrucks eines Urlaubers fallen für die Aktivitäten an. 78 Prozent entfallen auf Anreise und Vor-Ort-Verkehr. Eine Fahrt in die Skigebiete aus dem Raum Kassel verursacht an sich schon einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß als eine Fahrt in die Alpen oder ein Flug in den Süden. Also: Viel Spaß beim Wintersport!

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Steter Ausbau von Komfort und Schneesicherheit
Bis zu 30 Lifte laufen am letzten Ferienwochenende